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Geburtsanzeige

schlafendes Baby

schlafendes Baby, © Deutsche Botschaft Kigali / Laryea

23.02.2018 - Artikel

Nach der Geburt eines Kindes in Ruanda kann auf Antrag die Geburt in Deutschland beurkundet werden, wenn das Kind durch Abstammung, Einbürgerung oder Adoption die deutsche Staatsangehörigkeit erworben hat.  Das Kind bekommt dann eine (internationale) Geburtsurkunde. Eine Pflicht zur Beurkundung einer Geburt im Ausland besteht nicht. Je nach Sachlage entstehen Gebühren bei der Botschaft und in Deutschland.

Antragsberechtigt sind die Eltern des Kindes. Der Antrag sollte von der deutschen Botschaft aufgenommen werden.

Für die Beurkundung der Geburt ist das Standesamt zuständig, in dessen Zuständigkeitsbereich eine antragsberechtigte Person (in der Regel die Eltern) ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat/te.

Erforderliche Unterlagen

Zum Termin sind folgende Unterlagen mitzubringen:

  • ausländische Geburtsurkunde des Kindes mit Vorlegalisationen (siehe Legalisation)
  • Reisepässe der Eltern
  • Geburtsurkunden der Eltern
  • Einbürgerungsurkunde, wenn der deutsche Elternteil eingebürgert wurde
  • (vorlegalisierte) Heiratsurkunde der Eltern (falls zutreffend)
  • ggfls. Bescheinigung über die Namensführung der Eltern: z.B. Namensbescheinigung des Standesamtes oder deutsche Heiratsurkunde
  • bei Kindern nicht miteinander verheirateter Eltern ein Nachweis einer wirksamen Vaterschaftsanerkennung, falls sich die deutsche Staatsangehörigkeit (nur) vom deutschen Vater ableitet
  • ggfls. deutsche Geburtsurkunden aller weiteren gemeinsamen Kinder der Eltern
  • ggfls. (letzte) Meldebescheinigung oder Abmeldebescheinigung vom deutschen Wohnort

Über die Notwendigkeit der Vorlage weiterer Unterlagen entscheidet das zuständige Standesamt.

Alle Unterlagen sind im Original mit zwei Kopien vorzulegen.

Alle Originale erhalten Sie beim Termin zurück. Bitte beachten Sie, dass Sie die Unterlagen auch dann im Original (oder öffentlich beglaubigter Kopie) vorlegen müssen, wenn diese der Botschaft bereits im Rahmen eines anderen Verfahrens (z.B. Visumantrag) vorgelegt worden sind.

Grundsätzlich sind Übersetzungen fremdsprachiger Dokumente in die deutsche Sprache notwendig (nicht erforderlich bei internationalen Dokumenten).

Bei der Botschaft fallen Gebühren für eine evtl. Namensbestimmung, Legalisationen und Beglaubigungen von Fotokopien und Übersetzungen an.



WICHTIG:

Wenn das deutsche Elternteil des neugeborenen Kindes nach dem 31.12. 1999  im Ausland geboren wurde, muss die Geburtsanzeige innerhalb eines Jahres ab Geburt erfolgen.

Bitte vereinbaren Sie unter Angabe der wesentlichen Daten einen Termin für die Aufnahme der Geburtsanzeige, sobald Sie alle Unterlagen vorlegen können (E-Mail:info@kiga.diplo.de).

In vielen Fällen ist eine Namenserklärung erforderlich, damit das Kind im deutschen Rechtsbereich wirksam einen Geburtsnamen erhält. Sind beide Elternteile gemeinsam sorgeberechtigt, so ist die Namenserklärung gemeinsam abzugeben.

Gebühren

Die Gebühren für die Beurkundung der Geburt und die Ausstellung beantragter Geburtsurkunden durch das Standesamt in Deutschland werden je nach Bundesland festgesetzt und können daher unterschiedlich sein. Mit einem Betrag zwischen 70 – 120 Euro ist zu rechnen. Die Beurkundung erfolgt nach Vorkasse, die Antragsteller erhalten dafür nach Antragstellung eine entsprechende Benachrichtigung mit den erforderlichen Kontodaten. Die Gebühren für das Standesamt können nicht über die Botschaft eingezahlt werden, sondern müssen direkt beim Standesamt beglichen werden.

 

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